Vor allem: Ja zum Leben aus dem Geist. Mit einem Wort des hl. Josemaria: Der Heilige Geist will mit seinen Eingebungen unseren Gedanken, Werken und Wünschen einen übernatürlichen Ton verleihen. Er treibt uns dazu an, die Lehre Christi zu bejahen und uns zutiefst anzueignen, Er erleuchtet uns, damit wir uns unserer persönlichen Berufung bewußt werden, und stärkt uns, damit wir tun, was Gott von uns erwartet. Wenn wir dem Heiligen Geist gegenüber fügsam sind, wird das Bild Christi in uns immer deutlicher Gestalt annehmen, und dann werden wir Gott dem Vater jeden Tag näher kommen. Alle, die sich vom Geiste Gottes leiten lassen, die sind Söhne Gottes.

Wenn wir uns von dem in uns wohnenden Lebenshauch, dem Heiligen Geist, leiten lassen, wird unser geistliches Leben immer weiter wachsen; wir werden uns dann der Hand Gottes, unseres Vaters, mit der Spontaneität und dem Vertrauen eines Kindes überlassen, das sich in die Arme seines Vaters wirft. Wenn ihr nicht wie die Kinder werdet, so werdet ihr nicht in das Himmelreich eingehen, sagt der Herr. Dies ist der alte und doch immer aktuelle innere Weg der geistlichen Kindschaft, er ist weder kindisch noch unreif, sondern vielmehr Weg der übernatürlichen Mündigkeit, der uns zur Herrlichkeit der göttlichen Liebe führt, uns unsere Niedrigkeit anerkennen läßt und unseren Willen mit dem Willen Gottes gleichförmig macht. (Josemaría Escrivá, Christus begegnen 135 ... weiter ...)
Fünfzig Tage nach Ostern werden den Jüngern die Regungen des Frühlings wahrscheinlich entgangen sein, denn ihr Blick war ganz nach innen und nach oben gerichtet. Sie wagen es nicht mehr, sich den verheißenen Geist vorzustellen, sie erbeten ihn und erfahren ihn als Feuer und Sturmwind.  

Sie fangen dann an, Gott in Jesus zu verkünden - menschgeworden, gestorben, auferstanden, verherrlicht. Damit beginnt die Kirche zu blühen - im Frühling. Vielleicht hat Gott die Welt nicht im Frühling erschaffen - aber zumindest hat er im Frühling die Kirche sichtbar werden lassen.
http://de.escrivaworks.org/book/christus_begegnen-nummern-135.htmhttp://de.escrivaworks.org/book/christus_begegnen-nummern-135.htmshapeimage_1_link_0shapeimage_1_link_1

Eine Betrachtung zum Pfingstfest


Es war Frühling, als Gott die Welt erschuf - so heißt es bei einem Kirchenvater des Altertums. Dahinter mag kaum theologische Reflexion über die Schöpfung stehen, wohl aber eine zarte Ahnung vom Geheimnis um Mensch und Natur, das besonders im Frühling durchschimmert.


Auch jene, die im Menschen nur ein Stück Natur sehen und damit jedes Geheimnis zu beseitigen meinen, werden im Frühling vom "Problem" eingeholt, wenn das Licht immer blendender wird und schon eine schlichte Wiese zur ästhetischen Ekstase einlädt.


Anders als die Insekten, die gattungsgemäß auf den Lockruf der Farben und der Düfte antworten, entziehen sich viele der echt menschlichen - geistigen - Antwort durch das verschwommene "Bekenntnis" zu einer unpersönlichen Transzendenz - Natur oder Weltall.

Gottes Geist im Frühling

Menschen erfassen mehr als Insekten