Auch mit Benedikt XVI. hat Dr. Navarro-Valls, der sowohl Arzt als auch Journalist ist, eng zusammen gearbeitet. Er berichtet davon, dass Benedikt wie schon sein Vorgänger stets die Nähe und Freundschaft anderer Religionen sucht, ohne die eigene Tradition aus den Augen zu verlieren. Das Publikum dankt es ihm mit spontanem Applaus. Als im Anschluss an den eigentlichen Vortrag die Möglichkeit, Fragen zu stellen, angeboten wird, zeigen sich die schätzungsweise 500 Zuhörer ebenfalls sehr interessiert. Hier kommt auch die schwärzeste Stunde des Pontifikats von Johannes Paul II. zur Sprache: Dr. Joaquín Navarro-Valls war dabei, als der Papst im Jahr 1981 nur knapp ein Attentat überlebte. Der Pontifex war überzeugt, dass ihm die Mutter Gottes ihm damals das Leben rettete. Das Publikum scheint nach dem Vortrag überzeugt zu sein, dass dieses Leben ein Segen nicht nur für gläubige Katholiken, sondern für die ganze Menschheit war.
Bedeutende Persönlichkeiten, meist aus dem Umfeld der Kirche, werden auch in Zukunft in der Vortragsreihe des Feldmark-Forums sprechen. Die Berichte zu den von Erzbischof Dr. Reinhard Marx und Prinz Asfa-Wossen Asserate gehaltenen Vorträgen bereits auf der Homepage des Bildungszentrums Feldmark abrufbar.
(Quelle: www.freiewelt.net)
dieser Erde, in Kriegs- und Hungergebieten Kraft geben konnte. Mit großer Bewunderung spricht Navarro-Valls von dem Mann, der sich unermüdlich für die Bevölkerung der Ostblockländer, deren atheistische Regierungen ihnen ihre Freiheit und ihren Glauben nehmen wollten, eingesetzt hat. Doch als 1989 die Berliner Mauer tatsächlich fiel und die kommunistischen Diktaturen friedlichen Protesten weichen mussten, beanspruchte Johannes Paul II
dies keineswegs als sein Verdienst. Für ihn war es das Wirken Gottes.
Mit viel Humor und großer Sachkenntnis weiß Navarro-Valls die im Atrium der Deutschen Bank versammelten Vortragsgäste zu fesseln. Eindrücklich erzählt er, wie Karol Wojtyla seine vielen Reisen einem kleinen Jungen gegenüber damit begründete, dass „nicht alle Menschen hier sind“ und wie er, genauso wie sein Nachfolger, selbst als Papst noch die Zeit fand, eigenhändig Kinder zu taufen.
Ehemaliger Pressesprecher des Papstes in Berlin
von Sven von Storch
Papst Johannes Paul II. und der amtierende Papst Benedikt XVI. waren beziehungsweise sind eindeutig Päpste der Moderne. Ihnen ist es gelungen, die römisch-katholische Kirche in einer hochtechnologisierten Welt gegen zahlreiche Angriffe, zum Beispiel durch sozialistische und kommunistische Regimes, zu behaupten. „Päpste der Moderne“ lautete daher auch der Titel des Vortrags von Dr. Joaquín Navarro-Valls im Rahmen der Vortragsreihe des Feldmark Forums Berlin.
Navarro-Valls war von 1984 bis 2006 Leiter des Pressesaales des Vatikans. Gemeinsam mit Johannes Paul II. hat er fast alle Länder der Erde bereist und erlebt, wie ein Besuch des Papstes den Menschen auch in den ärmsten Regionen
Sven von Storch im Gespräch mit Dr. Navarro-Valls